Geschichte

Aktualisiert am 11. August 2009

Anfang des Jahres 1920 waren einige beherzte junge Männer, die sich dem runden Leder verschrieben hatten und die es für gut fanden, vor allem für die Jugend, welche nach sportlicher Betätigung drängte, etwas zu tun.

Am 25. Februar 1920 fand eine öffentliche Versammlung mit der Jugend des Dorfes statt, in der damaligen Gastwirtschaft Thon, die den Beschluss herbeiführte, am 29. Februar 1920 in der Gastwirtschaft Döttger (heute Breitenbacher Hof) eine 2. Versammlung einzuberufen, die heute als Gründungsversammlung angesehen wird. Auch wurde der erste ordentliche Vorstand gewählt, welcher als erstes beschloss, dem Verein den Namen „Breitenbacher Fußballverein Germania“ zu geben. Als Vereinsfarbe wurde „Blau/Weiß“ gewählt.
Der Fußball hatte es damals einer stattlichen Zahl von Jungen angetan; so waren fast täglich 80 bis 90 Mitglieder freiwillig mit Hacke und Schaufel im Einsatz, um das von der Gemeinde überlassene Gelände an der B 27 hinter der Fuldabrück (Ortseinfahrt von Bebra links) zu einem Sportplatz herzurichten.
Hier wurden 30 Jahre lang oft spannende und dramatische Spiele ausgetragen.
1921/22 wurde der Verein Meister der B-Klasse, von 1922 bis 1933 war Breitenbach siebenmal Meister der A-Klasse (Kreis Rotenburg/Hersfeld), 1928 z.B. mit einem Torverhältnis von 108:11. Der Aufstieg zur Bezirksliga Fulda-Werra-Rhön unterblieb aus finanziellen Gründen, wurde aber dann 1934 gewagt. In zwei Aufstiegsspielen setzte sich Breitenbach gegen Bachrain durch.
Das erste Spiel in der Bezirksliga fand vor 2500 Zuschauern auf eigenem Platz gegen Bebra statt und endete 2:2.
Es war schon eine Sensation, dass das einzige Dorf aus dem Kreis Rotenburg unter den Vereinen der Bezirksliga Herbstmeister 1934 wurde und von da ab immer einen guten Mittelplatz halten konnte. Durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges kam der Spielbetrieb völlig zum Erliegen. Viele Sportler und Freunde kehrten aus dem Krieg nicht mehr zurück.
1945 war der Aufbau besonders schwer. Die Gemeinde hatte unter Kriegswirren gelitten, unter anderem war auch der Sportplatz unbespielbar.
Deshalb bleibt es bis heute ein Rätsel, wie es dem damaligen Vorsitzenden Adam Schulz gelang, den Platz herrichten zu lassen und Trikots sowie Bälle aus dem Nichts hervorzuzaubern. Somit konnte der Verein unter dem neuen Namen
„SG Breitenbach 1920“ in verhältnismäßiger kurzer Zeit wieder eine schlagkräftige Truppe aufs Feld schicken.
Für Furore sorgte die erste Mannschaft im Jahre 1952, als nach Siegen gegen Cornberg, Nentershausen, Rossbach, Hartenrod und Hessen Hersfeld die 6. Runde im Pokalwettbewerb erreicht wurde. Das Spiel gegen Gelnhausen wurde nach großem Kampf mit 2:0 verloren.
Der Sportplatz an der B 27 wurde nach einem tragischen Verkehrsunfall, hervorgerufen durch einen Spielball, von den Behörden für jeglichen Spielbetrieb gesperrt.
Nach zähen Verhandlungen mit der Gemeinde wurde eine Gemeindewiese zur Verfügung gestellt, die durch freiwillige Helfer in vielen Stunden in einen Sportplatz umgewandelt wurde. Die Lage des Platzes war dort, wo sich heute der große Baggersee befindet. Dieser Platz war lange Zeit die Heimat unserer Mannschaften, obwohl die Spielfreuden oft durch Hochwasser getrübt wurden. Auf diesem Platz spielte man bis zum Jahre 1968.

Die Gemeinde plante den Neubau einer Sportanlage mit Sporthaus. Die Wahl dafür viel auf das Gelände der ehemaligen Gemeindesandgrube am Schwalmgraben.
Am 15 Juni 1968 konnte das Sportgelände eingeweiht werden.
Bis zum heutigen Tag werden die Heimspiele der SG Breitenbach 1920 e.V. auf diesem Platz ausgetragen.
In den Jahren 2002 bis 2004 wurden einige Renovierungsarbeiten am Sportplatz und am Sporthaus vorgenommen, einige Arbeiten wurden in Eigenleistung durchgeführt
Die Sportgemeinschaft besteht heute aus der ersten und zweiten Seniorenmannschaft, einer Alt-Herrenmannschaft, einer Frauenmannschaft in einer Spielgemeinschaft mit der Frauenmannschaft des SC Lispenhausen, sowie mehrere Jugendmannschaften. Des Weiteren gehören dem Verein eine Faustballabteilung und eine Frauen-Hobbygruppe an.
Die Mannschaften spielten nach dem Krieg bis zum heutigen Tag mit wechselndem Erfolg. Den letzten Titel gewann die SG bei den Stadtmeisterschaften 2008 in Solz.

Die Vereinsvorstände vom Gründungsjahr bis zum heutigen Tag:
Adam Herwig, Adam Schulz, Ludwig Bardt, August Fey, Georg Kaufhold, Hans Wahl, Heinrich Zilch, Kurt Strobel, Konrad Schneider, Erich Bloß, Georg Bode, Georg Bally, Georg Fey, Alfred Bardt, Hans-Jürgen Petzold, Stephan Eberhardt und Hans-Jürgen Petzold.

Der Verein pflegt durch Aktionen wie z.B. dem Turnier der Breitenbacher und Lüdersdorfer Vereine, dem Wandertag mit dem Schützenverein oder der Vereinsabend sowie beim Dorffest und Weihnachtsmarkt das Gemeinwohl der Mitglieder sowie der Breitenbacher und Lüdersdorfer Bürgerinnen und Bürger.

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